ISO 45001 bei GLF Genarp – systematischer Arbeitsschutz
ISO 45001 ist eine internationale Norm für Arbeitsschutzmanagementsysteme. Sie beschreibt, wie der Arbeits- und Gesundheitsschutz organisiert, überprüft und verbessert werden soll.
Für GLF Genarp AB liegt ein veröffentlichtes Zertifikat von LRQA vor, das die Adresse Kontoristgatan 4 in Genarp nennt. Bei der Lieferantenbewertung ist das Zertifikat einer von mehreren Nachweisen, die Sie prüfen sollten.

Was bedeutet ISO 45001?
Ein Arbeitsschutzmanagementsystem gibt der Prävention arbeitsbedingter gesundheitlicher Beeinträchtigungen und Verletzungen eine klare Struktur. Es umfasst Verantwortlichkeiten, Ziele und Arbeitsabläufe. ISO 45001 stellt unter anderem Anforderungen an die Verantwortung der Leitung, die Beteiligung der Beschäftigten, die Beurteilung von Risiken und die fortlaufende Verbesserung. Der Prozess folgt vier wiederkehrenden Schritten: planen, umsetzen, überprüfen und verbessern. Weitere Informationen finden Sie in der Beschreibung der ISO 45001 durch die ISO.
In Schweden bedeutet systematischer Arbeitsschutz, auf Schwedisch „systematiskt arbetsmiljöarbete“ (SAM), dass der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen laufend untersucht, Risiken beurteilt, Maßnahmen ergreift und deren Ergebnisse überprüft. ISO 45001 kann diese Struktur unterstützen. Die Pflichten des Arbeitgebers gelten auch ohne Zertifizierung. Die schwedische Arbeitsschutzbehörde Arbetsmiljöverket erläutert die Grundlagen des systematischen Arbeitsschutzes in Schweden.
Zum Zeitpunkt der Prüfung am 12. Oktober 2026 war ISO 45001:2018 die gültige veröffentlichte Ausgabe, einschließlich der Änderung ISO 45001:2018/Amd 1:2024 zum Klimawandel. ISO/DIS 45001 war zu diesem Zeitpunkt ein Entwurf für die nächste Ausgabe und hatte die veröffentlichte Norm noch nicht ersetzt. Das Zertifikat für GLF Genarp AB nennt ISO 45001:2018.
Welchen Geltungsbereich hat das Zertifikat für GLF Genarp AB?
Original ansehen Arbeitsschutzmanagementsystem
ISO 45001:2018
- Zertifikatsnummer
- 10671577
- Unternehmen
- GLF Genarp AB
- Aussteller
- LRQA Limited
- Adresse
- Kontoristgatan 4, 247 70 Genarp, Schweden
- Zulassungsnummer
- 00036092
- Dokumentdatum
- 7. Februar 2025
- Im Zertifikat angegebener Zeitraum
- 7. Februar 2025 bis 6. Februar 2028
Eine gesonderte Revisionsnummer ist nicht aufgedruckt.
Geltungsbereich – schwedischer Originalwortlaut
”Produktion av pallar och träemballage samt handel av nya och begagnade träprodukter.”
Deutsche Übersetzung
„Herstellung von Paletten und Holzverpackungen sowie Handel mit neuen und gebrauchten Holzprodukten.“
Prüfstatus Das PDF wurde am 12. Oktober 2026 geprüft. Der aktuelle Status bei LRQA ist nicht unabhängig bestätigt.
GLF Genarp AB betreibt zwei Produktionsstätten: Kontoristgatan 4 und Kamrergatan 10. Erfahren Sie mehr über die Produktion in Genarp. Das Zertifikat nennt ausschließlich Kontoristgatan 4. Anhand des veröffentlichten PDFs allein lässt sich daher nicht feststellen, ob Kamrergatan 10 zum Geltungsbereich gehört. Wenn Ihre Lieferung diese Produktionsstätte betrifft, sollten Sie den Geltungsbereich anhand eines Standortverzeichnisses prüfen oder eine ausdrückliche Bestätigung des Ausstellers anfordern.
Das Dokument bezieht sich auf GLF Genarp AB und die im Geltungsbereich genannten Tätigkeiten. Es darf nicht als Nachweis für eine Zertifizierung der gesamten GLF-Gruppe, von GLF Träab oder der polnischen Standorte herangezogen werden. Für diese sind gesonderte Nachweise zu prüfen.
Von der Risikobeurteilung zur Verbesserung
Am Anfang steht die Untersuchung möglicher Ursachen für gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Verletzungen und die Beurteilung der damit verbundenen Risiken. Die Risikobeurteilung hilft dabei, Maßnahmen zu priorisieren. Für jede Maßnahme muss klar sein, wer sie umsetzt, bis wann sie abgeschlossen sein soll und welche Ressourcen erforderlich sind. Maßnahmen, die nicht sofort umgesetzt werden, müssen in einen Maßnahmenplan aufgenommen und nachverfolgt werden.
Die Erfahrungen der Beschäftigten sind während des gesamten Prozesses wichtig. Beschäftigte und ihre Vertretungen müssen die Möglichkeit haben, auf Risiken hinzuweisen, zu deren Beurteilung beizutragen und an Verbesserungen mitzuwirken. Änderungen beispielsweise an Arbeitsverfahren oder Anlagen können eine erneute Risikobeurteilung erforderlich machen. Arbetsmiljöverket erläutert den Zusammenhang zwischen Risikobeurteilung, Aufgabenverteilung und Zusammenarbeit im schwedischen Arbeitsschutz.
Im nächsten Schritt wird überprüft, ob die Maßnahmen wirken. Das Unternehmen muss auch die Zielerreichung verfolgen, das Managementsystem durch interne Audits überprüfen und Vorfälle untersuchen. So lassen sich Schwachstellen erkennen und Arbeitsabläufe weiterentwickeln. Die Verbindung von Risikobeurteilung, Verantwortung, Beteiligung und Überprüfung macht den Arbeitsschutz systematisch.
In der Holzindustrie gehören Maschinen, innerbetrieblicher Transport, Lärm, Holzstaub und ergonomische Belastungen zu den typischen Risikobereichen, die untersucht werden sollten. Beispiele sind bewegliche Maschinenteile, gemeinsam von Gabelstaplern und Fußgängern genutzte Bereiche sowie Hebevorgänge und sich wiederholende Bewegungen. Auch organisatorische und soziale Arbeitsbedingungen müssen berücksichtigt werden.
Diese Beispiele beziehen sich allgemein auf die Holzindustrie. Sie beschreiben keine festgestellten Probleme oder überprüften Maßnahmen bei GLF. Welche Risiken, Arbeitsabläufe und Ergebnisse für die jeweilige Tätigkeit relevant sind, muss aus den zugehörigen Nachweisen hervorgehen.

Das Zertifikat in Ihrer Lieferantenbewertung
Für den Einkauf und Nachhaltigkeitsverantwortliche bietet ISO 45001 eine gemeinsame Struktur für Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz beim Lieferanten. Prüfen Sie, ob das Zertifikat das liefernde Unternehmen, den betreffenden Produktionsstandort und die Tätigkeit abdeckt, auf die sich Ihr Einkauf bezieht. Ergänzen Sie die Nachweise anschließend entsprechend Ihren Anforderungen und den jeweiligen Tätigkeiten.
Bei der Bewertung sollten Sie drei Bereiche unterscheiden:
| Bereich | Was Sie prüfen sollten |
|---|---|
| Zertifiziertes Managementsystem | Ob das Managementsystem innerhalb des im Zertifikat angegebenen Geltungsbereichs anhand der Normanforderungen bewertet wurde. Prüfen Sie das Dokument und den aktuellen Status des Zertifikats. |
| Tatsächliche Ergebnisse im Arbeits- und Gesundheitsschutz | Die Ergebnisse im Betrieb, beispielsweise arbeitsbedingte gesundheitliche Beeinträchtigungen, Unfälle und umgesetzte Verbesserungen. Fordern Sie aktuelle Angaben mit eindeutigem Bezugszeitraum, klarer Abgrenzung und nachvollziehbaren Definitionen an. |
| Sicherheit einer bestimmten Palette oder eines Verpackungsprodukts | Die Eigenschaften des Produkts und seine Eignung für den vorgesehenen Einsatz. Prüfen Sie die relevante Produktspezifikation und bei Bedarf Prüfunterlagen. |
Das ISO-45001-Zertifikat enthält keine Unfallstatistik für GLF. Es belegt weder einen unfallfreien Betrieb noch die Beseitigung sämtlicher Risiken. Ebenso wenig ersetzt es Produktunterlagen, etwa zu Konstruktion, Tragfähigkeit oder Einsatzbedingungen.
So prüfen Sie das Zertifikat
Auf der Seite Nachhaltigkeit und Qualität – Zertifikate finden Sie die von GLF veröffentlichten Zertifikate. Öffnen Sie das Originalzertifikat und prüfen Sie, ob Unternehmensname, Adresse und Geltungsbereich zu der Lieferung passen, die Sie bewerten.
Halten Sie in Ihren Unterlagen zu GLF Genarp AB die Zertifikatsnummer 10671577 und die Zulassungsnummer 00036092 fest. Prüfen Sie außerdem die Normbezeichnung, die Datumsangaben und etwaige Anlagen. Das Datum, an dem eine Datei auf einer Website hochgeladen wurde, ist nicht das Ausstellungsdatum des Zertifikats.
Prüfen Sie anschließend den aktuellen Status bei LRQA oder in einem einschlägigen offiziellen Register. Der im Dokument angegebene Zeitraum bis zum 6. Februar 2028 reicht allein nicht aus, um den aktuellen Status festzustellen. Dokumentieren Sie, wo und wann Sie die Prüfung vorgenommen haben. Lässt sich der Status nicht bestätigen, sollten Sie beim Aussteller nachfragen, bevor Sie das Zertifikat als aktuell anerkennen.
Benötigen Sie Nachweise für eine Ausschreibung oder ein Audit? Kontaktieren Sie uns und teilen Sie uns mit, welches Unternehmen und welchen Standort Sie bewerten und welche Unterlagen Sie benötigen.
Fragen an den Lieferanten
- Welcher Nachweis belegt, dass der betreffende Produktionsstandort zum Geltungsbereich der Zertifizierung gehört?
- Können Sie ein anonymisiertes Beispiel einer aktuellen Risikobeurteilung mit beschlossenen Maßnahmen, zugewiesenen Verantwortlichkeiten und einer Überprüfung der Ergebnisse vorlegen?
- Wie können Beschäftigte und ihre Vertretungen Risikobeurteilungen und Verbesserungen mitgestalten?
- Welche Ziele und Ergebnisse im Arbeits- und Gesundheitsschutz verfolgen Sie? Auf welchen Zeitraum, welche Standorte und welche Beschäftigtengruppen beziehen sich die Angaben?
- Wann fand die letzte externe Überprüfung statt? Gibt es noch offene Abweichungen von den Normanforderungen, die den für unsere Lieferungen relevanten Bereich betreffen?
Checkliste für Ihre Lieferantenunterlagen
- Speichern Sie das neueste vorliegende Zertifikat vollständig als PDF, einschließlich etwaiger Anlagen.
- Prüfen Sie, ob Unternehmen, Adresse und Geltungsbereich zur betreffenden Lieferung und zum Produktionsstandort passen.
- Halten Sie Normausgabe, Zertifikatsnummer, Zulassungsnummer und den im Dokument angegebenen Zeitraum fest.
- Speichern Sie eine datierte Bestätigung des aktuellen Zertifikatsstatus durch den Aussteller oder ein offizielles Register. Halten Sie fest, welche Fragen noch offen sind.
- Fordern Sie relevante Nachweise zu Risikobeurteilungen, zur Beteiligung der Beschäftigten, zu Zielen und zu überprüften Ergebnissen an.
- Prüfen Sie die Produktanforderungen gesondert und legen Sie fest, wann die Lieferantenunterlagen erneut überprüft werden sollen.


