GLF Stories Interview
36 Jahre bei GLF – Johan Wester über die Zukunft der Branche
Johan Wester begann im Juni 1990 bei GLF (GLF Pallet Group). Heute ist er Eigentümer der gesamten Unternehmensgruppe, Konzernchef der GLF Pallet Group AB und leitet auch die GLF Genarp AB. Nach 36 Jahren im Unternehmen möchte er, dass mehr Kunden bei ihrer Planung auf Paletten setzen, die länger halten und häufiger genutzt werden können.

Konzernchef, GLF Pallet Group AB
- Bei GLF
- Seit Juni 1990
- Position
- Eigentümer und Konzernchef
- Perspektive
- Schweden und Polen
Der Artikel im Überblick
Ein langjähriges Engagement
Nach Johans Einschätzung schloss sich GLF dem Branchennetzwerk vor mindestens 20 bis 25 Jahren an.
Erfahrungen aus zwei Ländern
Die Betriebe in Schweden und Polen geben Johan eine internationale Perspektive auf die Entwicklung der Branche.
Mehr Einsätze pro Palette
Wiederverwendung und eigene Palettenpools bieten Möglichkeiten, die Johan mehr Kunden näherbringen möchte.
Zusammenarbeit in der Branche
Ein Netzwerk für die Entwicklung der Branche
Im Träförpackningskommittén, dem Holzverpackungsausschuss bei Skogsindustrierna, verfolgt Johan die Entwicklungen gemeinsam mit anderen Herstellern und Reparaturbetrieben für Holzverpackungen. Dabei bringt er Erfahrungen aus den schwedischen und polnischen Betrieben von GLF in die Gespräche ein.
Das Engagement reicht mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Nach Johans Einschätzung trat GLF der Svenska Förpackningsföreningen vor mindestens 20 bis 25 Jahren bei. Lennart Svensson von Gyllsjö Träindustri hatte das Unternehmen als Mitglied gewonnen.
Seitdem haben sich sowohl GLF als auch die Zusammenarbeit in der Branche weiterentwickelt. Die Tätigkeiten der Svenska Förpackningsföreningen wurden 2017 an Svenskt Trä übertragen, das zu Skogsindustrierna gehört. Heute vertritt Johan GLF im Träförpackningskommittén und gehört seit rund zwei Jahren der Lenkungsgruppe an.
Besonders wertvoll ist für ihn die Möglichkeit, die Entwicklungen gemeinsam mit anderen in der Branche zu verfolgen.
„Im Bereich Nachhaltigkeit tut sich so viel. Es ist ein hervorragendes Netzwerk, in dem wir alle als Hersteller oder Reparaturbetriebe für Holzverpackungen und Paletten erfahren, was es in unserer Branche Neues gibt“, sagt Johan Wester.
Perspektive
Erfahrungen über Grenzen hinweg
Die Betriebe von GLF außerhalb Schwedens eröffnen eine internationale Perspektive auf die gemeinsamen Themen. Die Erfahrungen aus Polen ergänzen das Bild davon, wie die Branche in anderen Teilen Europas arbeitet. Bei mehreren Gelegenheiten hat Johan auch Robert Owcarz, den Geschäftsführer von GLF in Polen, in den Austausch einbezogen.
Auch die internationalen Kongresse haben Eindruck hinterlassen. Besonders in Erinnerung geblieben ist Johan der FEFPEB-Kongress in Florenz 2022 (Programm, PDF, 7,4 MB). Den jüngsten FEFPEB-Kongress in Båstad 2026 beschreibt er als sehr bereichernd.
„Es ist sehr interessant zu sehen, wie Produktion und Reparatur in Europa aussehen“, sagt er.

Motivation
Von Gemüsekisten zur eigenen Produktion
Johans eigener Weg in die Branche begann im Familienunternehmen in Genarp. Sein Großvater Malte stellte Gemüsekisten für lokale Erzeuger her. Sein Vater Kent nahm in den 1980er-Jahren die Palettenproduktion auf und begann mit dem Import aus Polen. Als Johan in das Unternehmen einstieg, interessierte ihn vor allem der Handel mit gebrauchten Paletten und Palettenaufsatzrahmen.
„Anfangs galt mein Interesse vor allem dem Handel“, erzählt er.
2013 übernahm Johan von Kent die Geschäftsführung. In den vergangenen zehn Jahren hat er sich zunehmend der Weiterentwicklung der eigenen Produktion gewidmet. Heute verfügt GLF über sieben Produktionsstandorte in Schweden und Polen. Die internationale Weiterentwicklung des Unternehmens liegt ihm weiterhin auch persönlich besonders am Herzen.

Zukunft
Paletten sollten mehrfach nutzbar sein
Wenn Johan über die Zukunft der Branche spricht, kommt er immer wieder auf die Wiederverwendung zurück. Seiner Ansicht nach sollten mehr Kunden die Möglichkeit entdecken, eigene Palettenpools aufzubauen, in denen die Paletten zurückgenommen und erneut eingesetzt werden. Dafür müssen sowohl die Palette als auch ihre Handhabung auf eine mehrfache Nutzung ausgelegt sein.
GLF kümmert sich um die Sammlung und Wiederverwendung von Holzpaletten. Die Paletten werden sortiert. Diejenigen, die sich erneut verwenden lassen, werden für den weiteren Einsatz repariert.
Eine Chance sieht Johan dabei auch in der EU-Verpackungsverordnung PPWR, in der eine verstärkte Wiederverwendung eine zentrale Rolle spielt. Ihm geht es darum, mehr Kunden dazu zu bewegen, bereits bei der Auswahl ihrer Verpackungen an die Lebensdauer der Palette zu denken.
Konstruktion und Emissionsdaten
Bei der kundenspezifischen Konstruktion setzt GLF CAD-Systeme ein, um die Festigkeit der Paletten zu berechnen. Das Unternehmen verfügt außerdem über Werkzeuge zur Berechnung der CO₂-Emissionen pro Palette.
Die CO₂-Datengrundlage umfasst derzeit Scope 1 und 2, also direkte Emissionen aus dem eigenen Betrieb und indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie. Das Unternehmen arbeitet aktiv daran, auch Scope 3 einzubeziehen. Dieser umfasst die übrigen indirekten Emissionen in der Wertschöpfungskette.
Kunden dabei zu helfen, die Möglichkeiten von Paletten besser zu verstehen, gehört für Johan zu den Aufgaben von GLF.
„Unsere Kunden müssen stärker in Kreisläufen denken. Und wir bei GLF müssen unsere Kunden darüber informieren. Das ist unsere Verantwortung.“
Johan Wester GLF Pallet Group AB
Ihre Palettenabläufe
Sollen wir uns Ihre Palettenabläufe ansehen?
Sprechen Sie mit GLF über Sammlung, Reparatur und kundenspezifische Paletten für Ihre Abläufe.











